Als Verbraucher fragt man sich immer wieder einmal, wahrscheinlich regelmäßig genau dann, wenn die Gas- und Strom- Rechnung ins Haus flattert, wie man denn an den Kosten sparen kann. Man überlegt, welche Geräte man von der Steckdose abstecken könnte und sollte, man achtet penibel darauf, das Licht hinter sich aus zu machen und man überlegt vielleicht auch ganz einfach, ob man denn nicht den Stromanbieter wechseln sollte.
Das ist inzwischen nämlich ganz einfach. Am besten ist es, man besucht eine Website, die einen Strom-Rechner zur Verfügung stellt. Hier kann man dann ganz einfach und unverbindlich testen, wie viel der gleiche Strom, den man heute schon benötigt, bei anderen ANbietern kosten würde. Und nicht selten findet man einen oder gar mehrere Energieanbieter, die weniger Geld verlangen, aber dieselbe Menge an Energie bereitstellen.
Zu wenig Verbraucher sind informiert über möglichen Wechsel des Stromanbieters
Doch nur ungefähr fünf Prozent aller Haushalte haben schon einmal einen Wechsel des Stromanbieters durchgeführt und davor einen Strom-Rechner im Internet bedient. Alle anderen, die restlichen 95 Prozent nehmen also ganz einfach, was ihnen gegeben wird! Ohne dieses zu hinterfragen! Erstens ist hier nicht sicher, ob nicht ein anderer Anbieter viel günstiger wäre, zweitens lässt sich auch beinahe ohne weiteres Nachforschen sagen, dass wahrscheinlich ein Großteil der Energie aus “schmutzigen” Quellen stammt.
So nennt man inzwischen umgangssprachlich jenen Strom, der aus nicht- erneuerbaren Quellen stammt, der also aus Atomkraftwerken oder durch die Verbrennung von Kohle und so weiter gewonnen wird. Zwar sind viele Verbraucher prinzipiell, oder besser gesagt theoretisch, gegen die Nutzung von “schmutzigen Energiequellen”. Dass sie aber ganz einfach tagtäglich solch erzeugten Strom nutzen, obwohl sie wahrscheinlich eine andere Wahl hätten, das untermauert nicht gerade die Glaubhaftigkeit von Aussagen, die Atomkraft und so weiter missbilligen.
Bis zu 30 Euro pro Jahr könnten sich Konsumenten ersparen, wenn sie die billigsten Strom- oder Gasanbieter für sich finden. Preisvergleiche seien zwar aufwendig, aber sie zahlten sich aus, meinen Konsumentenschützer. Nur fünf Prozent wechseln
Noch immer sind es nicht viele Kunden, die den Energieanbieter wechseln. Magere fünf Prozent entscheiden sich laut E-Control dafür.
Konsumentenschützer der Arbeiterkammer zeigen dafür Verständnis, denn es ist aufwendig. Aber oft auch billiger. So soll es ihrer Einschätzung nach nicht mehr lange dauern, bis der Gaspreis wieder steigt, denn die Erdölpreise haben erst kürzlich angezogen.
Preisentwicklung beobachten
Hat man einmal den Anbieter gewechselt, heißt das aber nicht automatisch, dass dieser andauernd den günstigsten Tarif anbietet. Also, sollte immer wieder ein Blick auf die aktuelle Preisentwicklung auf dem Wiener Energiemarkt geworfen werden. Und daran müssen sich österreichische Konsumenten erst gewöhnen.
Immerhin zehn Unternehmen bieten derzeit 13 verschiedene Modelle, allein in Wien an. Darunter auch spezielle Rabatte, doch die können auch tückisch sein. Dann nämlich, wenn es lange Kündigungsfristen gibt und die Preise zu rasant steigen.
